Lebendiges
Zentrum
Großburgwedel

WILLKOMMEN

Herzlich Willkommen auf der neuen Plattform der Stadt Burgwedel zur direkten Bürgerbeteiligung! Hier finden Sie alle Informationen zu der geplanten Städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme des Großburgwedeler Zentrums. Diese Seite ist ein lebendiges Element, das über den gesamten Förderzeitraum regelmäßig ergänzt wird. Machen Sie mit, beteiligen Sie sich aktiv und sprechen Sie uns an – wir freuen uns über Ihre Mitarbeit und Ihr Engagement!

Geplante Erneuerung „Innenstadt Großburgwedel“

Der Ortskern und der zentrale Bereich Großburgwedels bedürfen aufgrund funktionaler und gestalterischer Mängel in absehbarer Zeit der behutsamen Erneuerung. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Beseitigung gestalterischer Defizite in den Straßenräumen, auch im Hinblick auf den Ausbau von Barrierefreiheit. Zudem sollen öffentliche Einrichtungen gestärkt und Aspekte des Umweltschutzes bei Gebäudemodernisierungen stärker berücksichtigt werden. Beispielsweise soll die Seniorenbegegnungsstätte zu einem modernen Bürgerhaus weiterentwickelt werden und damit einem größeren Publikum zur Verfügung stehen.

Ferner gilt es, den Einzelhandels- und Dienstleistungsbereich entlang der Von-Alten-Straße, der Dr.-Albert-David-Straße, dem Von Alten Karree, Im Mitteldorf, Am Markt und Auf dem Amtshof zu stärken.

Die Erneuerung der Großburgwedeler Innenstadt verfolgt das Ziel, eine hochwertige Gestaltung mit einer funktionalen Aufwertung und einer nachhaltigen Ausführung zu verbinden.

Das Planungsgebiet heute

Stärken

Schwächen

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Digitale Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 29. April 2021 um 18:00 Uhr

Derzeit sind öffentliche Veranstaltungen nicht in gewohnter Weise durchführbar. Daher haben wir am Donnerstag, den 29. April 2021 eine digitale Informationsveranstaltung durchgeführt, die Sie hier nachverfolgen können. Stellen Sie Ihre Frage(n) gerne weiterhin per Mail (Catharina.Hagemann@dsk-gmbh.de), per Telefon oder direkt hier auf der Seite.

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Die Stadt Burgwedel bittet Eigentümer*innen und Anwohner*innen um ihre Meinung, welche Fördergebietskulisse für die Bereitstellung von Fördergeldern bevorzugt wird. Die abschließende Entscheidung wird nach Auswertung aller bis Ende Mai 2021 eingegangenen Rückmeldungen durch den Rat der Stadt Burgwedel gefasst.

Bitte nutzen Sie die Informationen auf dieser Webseite und eigene Quellen, um sich ein Bild über die Vor- und Nachteile der beiden Optionen „Sanierungsgebiet“ und „Stadtumbaugebiet“ zu machen.
Immobilieneigentümer*innen sind bereits von der Stadtverwaltung hierzu angeschrieben und um Ihre Meinungsäußerung gebeten worden.
Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem „Sanierungsgebiet“ und dem „Stadtumbaugebiet“ sind in der untenstehenden tabellarischen Übersicht dargestellt.

Regeln und Pflichten im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme

Merkmale / Rechte und Pflichten
Sanierungsgebiet
(§142 BauGB)
Stadtumbaugebiet
(§ 171b BauGB)
Sanierungsvermerk im Grundbuch
(hinweisender Charakter –
wird nach Abschluss automatisch gelöscht)
Abschreibungsmöglichkeiten
Auskunftspflicht – Genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge
Förderung von privaten Hausmodernisierungen (kein Rechtsanspruch)
Erhebung von Ausgleichsbeträgen
Erhebung von Straßenausbaubeiträgen

Häufig gestellte Fragen

Die vom Grundbuchamt durchzuführende Eintragung eines Sanierungsvermerkes in die Grundbücher der im Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücke dient ausschließlich der Information aller Grundstückseigentümer*innen und jedes anderen, der Grundstücksinteressen im Sanierungsgebiet hat. Sie wissen damit, dass Ihre Maßnahmen mit der Stadt Burgwedel abgestimmt werden müssen. Dieses ist vom Gesetzgeber im Baugesetzbuch geregelt worden. Der Sanierungsvermerk dient daher dem Schutz der Eigentümer*innen der im Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücke.

Der Sanierungsvermerk hat lediglich informativen Charakter. Er ist keine Grundstücksbelastung im Sinne des Grundbuchrechtes und hat damit keine Rangstelle im Grundbuch. Finanzierungen, für die Sicherheiten im Grundbuch gestellt werden müssen, oder andere Belastungen in den Grundbüchern können weiterhin erfolgen. Nach dem Abschluss der Sanierung werden die Sanierungsvermerke wieder gelöscht. Durch die Eintragung und die Löschung entstehen Ihnen keine Kosten.

Als Eigentümer*in haben Sie die Möglichkeit Städtebaufördermittel für die Modernisierung Ihres Objekts bei der Stadt zu beantragen. Voraussetzung für eine direkte Förderung ist ein Vertrag über die Maßnahme mit der Stadt. Der Vertrag regelt Art und Umfang der Maßnahme, Kosten anhand der Kostenberechnung, Dauer der Gebäudemodernisierung und die Höhe der gewährten Förderung. Erst nach sanierungsrechtlicher Genehmigung und Vertragsabschluss kann mit der  Modernisierung begonnen werden. Darüber hinaus haben Sie im Sanierungsgebiet (§ 142 BauGB) die Möglichkeit einer indirekten Förderung, der sogenannten erhöhten steuerlichen Abschreibung der Kosten nach §§ 7h, 10f und 11a EStG. Hiernach können über einen Zeitraum von max. 12 Jahren nach Fertigstellung der Maßnahme bis zu 100 % der Herstellungs- und Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist ebenfalls ein Vertrag mit der Stadt vorab. Beide Förderungen können miteinander kombiniert werden.

Hierbei handelt es sich um eine freiwillige mit der Stadt vereinbarte Förderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht.

Damit alle privaten und öffentlichen Maßnahmen während des Sanierungszeitraumes von der Stadt Burgwedel aufeinander abgestimmt werden können, ist es erforderlich, Informationen über die sanierungsrelevanten Vorhaben der Bürger*innen zu haben. Für die Wirksamkeit Ihres Vorhabens benötigen Sie als Grundstückseigentümer*in daher eine schriftliche Genehmigung der Stadt Burgwedel.

Dies gilt beispielsweise für folgende Vorhaben (§ 144 Abs. 1 BauGB):

    • Neueindeckung eines Hausdaches,
    • Einbau neuer Fenster oder Außentüren (bzw. der Austausch),
    • Veränderungen an der Gebäudefassade allgemein,
    • Umbau von Gebäuden (auch der Ausbau von Dachgeschossen),
    • Neubau einer Garage oder eines Carports,
    • Baumaßnahmen an der Einfriedung oder den Außenanlagen des Grundstücks usw.
      ➔ Darunter fallen u. a. auch:
    • der Anbau oder die Änderung von Anlagen und Einrichtungen der Außenwerbung,
    • sowie die (teilweise) Beseitigung (Abbruch) von Gebäuden und Nebengebäuden. 

Des Weiteren dürfen nach § 144 Abs. 2 BauGB im Sanierungsgebiet nur mit schriftlicher Genehmigung der Stadt nachfolgende Handlungen vorgenommen werden:

  • der Verkauf eines Grundstücks oder eines Grundstücksteils (sowohl bebaut als auch unbebaut),
  • der Verkauf eines Miteigentumsanteils an einem Grundstück bzw. an Wohnungs- und Teileigentum,
  • die Bestellung und Veräußerung eines Erbbaurechts,
  • die Teilung eines Grundstücks,
  • die Begründung, Änderung oder Aufhebung einer Baulast,
  • die Bestellung eines das Grundstück belastenden Rechts (z. B. eine Hypothek auf einem Grundstück),
  • ein schuldrechtlicher Vertrag, durch den z.B. eine Verpflichtung zum Verkauf eines Grundstücks oder zur Bestellung eines das Grundstück belastenden Rechts begründet wird. Solche Verträge sind z. B.: Kaufvertrag, Tauschvertrag oder Schenkungsvertrag.

Diese Regelungen gelten jedoch nicht für Vorhaben, die vor der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes baurechtlich genehmigt worden oder aufgrund eines anderen baurechtlichen Verfahrens zulässig sind, sowie für die Fortführung einer bisher ausgeübten Nutzung (Bestandsschutz).

Sofern Verträge notariell zu schließen sind, beantragt der amtierende Notar die erforderliche sanierungsrechtliche Genehmigung bei der Stadt im Rahmen seiner Amtsgeschäfte.

Maßnahmen, die den Sanierungszielen und -zwecken der Stadt entsprechen, müssen genehmigt werden. Versagt werden dürfen nur Maßnahmen, die den Sanierungszielen und –zwecken der Stadt widersprechen.

Gemäß § 154 BauGB haben die Eigentümer*innen eines im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücks nach Abschluss der Sanierung an die Stadt einen Ausgleichsbetrag in Geld zu entrichten, der der durch die Sanierung bedingten Erhöhung des Bodenwertes des Grundstückes entspricht. Es handelt sich nicht um eine Umlegung der Kosten, sondern um die Abschöpfung der Wertsteigerungen von allen Eigentümern im Sanierungsgebiet.

Um einen objektiven Wertmaßstab für diesen Ausgleichsbetrag zu erhalten, werden Anfangs- und Endwerte vom zuständigen Gutachterausschuss für Grundstückswerte ermittelt. Die Differenz zwischen Anfangs- und Endwert ergibt den Ausgleichsbetrag in €/m². Bei der Ermittlung der Ausgleichsbeträge wird nur der reine Bodenwert zugrunde gelegt.

Erschließungsbeitragskosten vs. Ausgleichsbetragserhebung fiktive Beispiel-Tendenzrechnung: gleiche Grundstücke, gleiche Qualität, gleiche Größe, gleiche Nutzungsmöglichkeit

  • Erschließungskosten 500.000,00 €
  • davon umlagefähig 90% 450.000,00 €
  • davon laut Satzung Umlage auf Eigentümer 50%: 225.000,00 €
  • Quadratmeter Fläche angenommen: 20.000
  • Anteil pro Quadratmeter 11,25 €
  • 20 Grundstücke à 1000 m2 11.250,00 €

     

  • Sanierungskosten (Ausgleichsbetragserhebung) 500.000,00 €
  • durchschnittl. Ausgleichsbetrag prozentual an Erschließungskosten 25% ➔ 125.000,00 €
  • Quadratmeter Fläche angenommen: 20.000
  • Anteil pro Quadratmeter 6,25 €
  • 20 Grundstücke à 1000 m2 6.250,00 €

Im Sanierungsgebiet werden keine Erschließungs- oder Straßenausbaubeiträge für die Verbesserung und Neugestaltung mittels Umlage der Kosten erhoben. Bezahlt werden muss nur die Bodenwertsteigerung, die von einem unabhängigen Gutachterausschuss ermittelt wird. Eine Mehrbelastung ist damit ausgeschlossen.

Ihre Fragen

DAS GEBIET

„Meilensteine auf dem Weg zur Erneuerung der Großburgwedeler Innenstadt“

CHRONOLOGIE

Ratsbeschluss für das ISEK
Ratsbeschluss für das ISEK (Städtebauliches Entwicklungskonzept)
Mai/Juni 2019
Vorstellung des Konzepts
Vorstellung des Konzepts der beauftragten Büros im Verwaltungsauschuss & Bau-, Planungs- und Umweltausschuss
27.08.2019
Förmlicher Erlass
Förmlicher Erlass zur Aufnahme in das Programm „Lebendige Zentren“
November 2020
Konkretisierung der Maßnahme
Konkretisierung der Maßnahme „Senioren Begegnungsstätte“ (SBS)
29.04.2021
13.12.2018
Info-Veranstaltung
Erste Informationsveranstaltung und Vorstellung der kooperierenden Büros DSK („Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft Hannover“) und „plan-werkStadt“
26.08.2019
Beschluss des Konzepts
Beschluss des Konzepts vom Rat der Stadt Burgwedel Januar 2020: Ortstermin mit Vertretern des „Amt für regionale Landesentwicklung“ (ArL) und dem „Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz“ (MU)
September/Oktober 2020
Zuwendungsbescheid
Zuwendungsbescheid der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
Ab November 2020
Digitale Info-Veranstaltung
Digitale Informationsveranstaltung für die Eigentümer*innen im geplanten Erneuerungsgebiet

Lebendige Zentren

Die Stadt Burgwedel wurde im Jahr 2020 in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen. So sollen städtebauliche Mängel im Großburgwedeler Zentrum behoben und der Bereich für Bewohner*innen und Besucher*innen attraktiver gemacht werden.

Ziel des Programms ist die Stärkung des innerörtlichen Wohnens sowie die Verbesserung der Bedingungen für Handel, Gewerbe und Gastronomie. Die Entwicklung einer neuen Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Straßen und Plätzen soll die Attraktivität der Innenstadt für alle Generationen stärken. Zudem sollen die Grundlagen für eine stadtverträgliche Mobilität und ein positives Stadtklima gelegt werden.

Mit Hilfe der Städtebauförderung soll ein umfassendes Maßnahmenbündel zur Erneuerung des Burgwedler Zentrums umgesetzt werden.

Eine umfassende Darstellung der Ziele der geplanten Erneuerung und der speziell für einzelne Bereiche des Gebiets geplanten Projekte und Maßnahmen finden Sie im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für Großburgwedel und den Verflechtungsraum.


Eine umfassende Darstellung der im Untersuchungsgebiet ‚Innenstadt Großburgwedel‘ festgestellten städtebaulichen Missstände, aber auch der Potentiale dieses Bereichs finden Sie in dem im August 2020 erstellten Ergebnisbericht zu den Vorbereitenden Untersuchungen (VU).

ANSPRECHPARTNER

STADT BURGWEDEL
Anja Hansch
Fuhrberger Str. 4
30938 Burgwedel
Bauamt / Bauverwaltung und Wirtschaftsförderung
Telefon: 05139 / 8973-630
DSK Deutsche Stadt- und Grundstücks-
entwicklungsgesellschaft mbH
Catharina Hagemann
Schillerstr. 29/30
30159 Hannover
Telefon: 0511 / 53098-34
E-Mail: Catharina.Hagemann@dsk-gmbh.de

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